Wenn du nach „Website erstellen Kosten“ suchst, findest du Preisangaben von wenigen Hundert bis zu mehreren Tausend Euro. Und tatsächlich können all diese Preise irgendwo ihre Berechtigung haben. Denn eine einfache Landingpage, auf der ein Angebot vorgestellt wird und ein Kontaktformular eingebunden ist, ist etwas völlig anderes als eine Website mit mehreren Leistungsseiten, individuellen Unterseiten, einem Buchungssystem, Mitgliederbereich oder anderen Funktionen. Auch eine Website, die hauptsächlich als digitale Visitenkarte dienen soll, braucht weniger Vorbereitung als eine Website, die gezielt neue Interessenten ansprechen und regelmäßig Anfragen bringen soll.
Du merkst also schon: Die Kosten für eine Website hängen von vielen Faktoren ab. Deshalb ist es gar nicht so einfach, eine konkrete Zahl zu nennen. In diesem Beitrag erkläre ich dir, wie sich die Kosten zusammensetzen, warum die Preisunterschiede teilweise so groß sind und worauf du achten solltest, wenn du verschiedene Angebote vergleichst.
Inhalt
1. Eine Baukastenwebsite ist etwas anderes als eine individuelle Unternehmensseite
Wenn du gerade in die Selbstständigkeit startest, dein Angebot noch entwickelst und zunächst einfach online gefunden werden möchtest, brauchst du wahrscheinlich keine Website mit zehn Unterseiten und aufwendigen Funktionen. Da reicht oft schon eine einfache Website oder ein Onepager im Baukastensystem aus.
Bei mir war das am Anfang übrigens genauso. Meine erste Website war ein einfacher Onepager, auf dem ich meine Leistungen vorgestellt, etwas über mich erzählt und meine Kontaktdaten angegeben habe. Mehr brauchte ich zu diesem Zeitpunkt nicht.
Je klarer dein Business aber wird und je mehr Aufgaben deine Website übernehmen soll, desto wichtiger werden Struktur, Inhalte und Strategie für deine Website. Dann geht es nicht mehr nur darum, dass deine Website überhaupt vorhanden ist. Im besten Fall spricht sie dann die richtigen Menschen an, beantwortet Fragen schon im Vorfeld, schafft Vertrauen und hilft Interessenten dabei herauszufinden, ob dein Angebot zu ihnen passt. Damit verändert sich auch der Aufwand, der hinter einer Website steckt.
2. Was kostet eine Website bei mir?
Damit du trotzdem eine konkrete Orientierung hast:
Die Websites, die ich für Selbstständige und kleine Unternehmen neu umsetze, liegen meistens zwischen 2.000 und 3.500 Euro. Wo genau ein Projekt innerhalb dieses Rahmens liegt, hängt vom Umfang und von den gewünschten Funktionen ab. Eine kleinere Website mit einer klaren Struktur und wenigen Unterseiten braucht natürlich weniger Aufwand als eine Website mit besonderen Funktionen oder umfangreicheren Anforderungen. Was aber unabhängig von der Größe dazugehört, ist eine klare Strategie. Denn auch eine kleine Website sollte ein Ziel verfolgen und sinnvoll zu dem Business passen, das dahintersteht.
3. Warum können die Kosten für eine Website so unterschiedlich sein?
Bei den Website-Kosten denken viele zuerst an die Anzahl der Seiten oder an das Design. Eine Website kann erstellt werden, indem ein vorhandenes Template genommen, Farben angepasst und Texte eingefügt werden. Fertig, passt. Oder man beginnt einen Schritt früher mit der Frage:
3.1 Was soll diese Website eigentlich für das Unternehmen machen?
Dann beschäftigt man sich zunächst mit dem Unternehmen dahinter: mit dem Angebot, der Zielgruppe, den Zielen und der Frage, welche Informationen die Besucher wirklich brauchen. Daraus entstehen eine Strategie und eine sinnvolle Struktur. Auf dieser Grundlage wird anschließend das Design entwickelt. Das ist mehr Arbeit, macht aber einen entscheidenden Unterschied beim Ergebnis – und natürlich auch beim Preis.
3.2 Umfang und Anzahl der Seiten
Natürlich macht es einen Unterschied, ob deine Website aus einer einzelnen Seite besteht oder ob sie eine Startseite, mehrere Leistungsseiten, eine About-Seite, ein Portfolio und eine Kontaktseite umfasst. Mehr Seiten bedeuten mehr Inhalte, mehr Gestaltung und mehr technische Umsetzung. Je größer und individueller die Website wird, desto höher ist in der Regel auch der Aufwand.
3.3 Individuelles Design und technische Funktionen
Auch die Anforderungen an Gestaltung und Technik beeinflussen die Kosten für die Website-Erstellung. Ein einfaches Kontaktformular ist schnell umgesetzt. Bei einem Buchungssystem, einem geschützten Mitgliederbereich oder anderen individuellen Funktionen ist der Aufwand größer. Das gilt auch fürs Design. Wenn Markenfarben, Schriften und Gestaltungselemente bereits vorhanden sind, kann darauf aufgebaut werden. Müssen diese aber noch passend zum Unternehmen definiert oder sogar ein komplettes Branding entwickelt werden, kommt ein weiterer Arbeitsschritt hinzu
3.4 Texte und Bilder
Auch die vorhandenen Inhalte beeinflussen den Preis. Wenn du bereits gut vorbereitete Texte und professionelle Bilder hast, können diese häufig direkt für die Website verwendet werden. Anders sieht es aus, wenn bisher nur Stichpunkte vorhanden sind, Texte komplett neu erstellt werden müssen oder das vorhandene Bildmaterial nicht für eine professionelle Website geeignet ist. Dann können beispielsweise Textarbeit, Bildbearbeitung oder ein Fotoshooting hinzukommen.Diese Leistungen solltest du ebenfalls berücksichtigen, wenn du die Kosten für die Erstellung einer Website vergleichst.
3.5 SEO und technische Grundlagen
Grundlegende SEO-Maßnahmen sollten meiner Meinung nach heute zu einer professionell erstellten Website dazugehören. Dazu zählen beispielsweise ein sinnvoller Seitenaufbau und technische Grundlagen, damit Suchmaschinen die Website verstehen können. Wenn du darüber hinaus gezielt zu bestimmten Suchbegriffen bei Google gefunden werden möchtest, braucht es deutlich mehr. Dann können beispielsweise eine ausführliche Keyword-Recherche, die Planung passender Inhalte und eine weiterführende SEO-Optimierung sinnvoll sein.
Du merkst also: Bei der Preisgestaltung spielen ziemlich viele Faktoren eine Rolle. Und jeder Anbieter kann diese Leistungen etwas anders zusammenstellen. Genau deshalb lohnt es sich, bei einem Angebot nicht nur auf die Zahl ganz unten zu schauen, sondern auch darauf, was für diesen Preis tatsächlich gemacht wird.
4. Website selbst erstellen oder professionell erstellen lassen – was kostet mehr?
ein finanziell betrachtet ist eine selbst erstellte Website natürlich günstiger. Mit einem Baukasten, CMS oder inzwischen auch KI kannst du bereits mit relativ wenig Geld starten. Gerade am Anfang der Selbstständigkeit kann das völlig ausreichend sein.
Was bei dieser Rechnung allerdings gerne vergessen wird, ist deine eigene Zeit. Denn auch mit den richtigen Tools musst du dich mit Technik, Texten, Design, SEO und vor allem der Frage beschäftigen, was du mit deiner Website eigentlich erreichen wisst. Deshalb würde ich die Entscheidung nicht ausschließlich vom Preis abhängig machen. Ob Selbermachen oder Erstellenlassen für dich sinnvoller ist, hängt davon ab, wo du mit deinem Business stehst, wie viel Zeit du investieren möchtest und welche Aufgabe deine Website übernehmen soll.
Mehr dazu in meinem Blogartikel: Website selbst erstellen oder erstellen lassen?
5. Welche laufenden und monatlichen Website-Kosten solltest du einplanen?
Mit den einmaligen Kosten für die Erstellung der Website ist es meistens nicht ganz getan.
Eine eigene Website verursacht auch laufende Kosten. Die folgenden Zahlen sollen dir deshalb vor allem als grobe Orientierung dienen.
Für Domain und Hosting kannst du bei einer typischen kleineren Website ungefähr mit 35 bis 80 Euro pro Jahr rechnen. Je nach verwendeten Erweiterungen und Plugins können außerdem Lizenzkosten dazukommen. Bei kleineren Websites können diese beispielsweise im Bereich von 50 bis 100 Euro jährlich liegen. Je nach System, Funktionen und verwendeten Erweiterungen kann es aber auch mehr sein.
Hinzu kommt die technische Pflege. WordPress, Plugins und andere Bestandteile einer Website sollten regelmäßig aktualisiert werden. Wenn du diese Wartung nicht selbst übernehmen möchtest, werden entsprechende Wartungsverträge angeboten. Je nach Umfang der Betreuung können dafür beispielsweise 250 bis 800 Euro im Jahr anfallen. Diese laufenden Kosten solltest du von Anfang an mitdenken. Denn eine Website ist nach dem Launch zwar fertiggestellt, technisch muss sie aber weiterhin gepflegt werden. Gerade Sicherheitsupdates sind dabei wichtig. Veraltete Systeme und Plugins können Sicherheitslücken enthalten und sollten deshalb nicht einfach über Jahre vernachlässigt werden.
6. Eine schöne Website ist nicht automatisch eine gute Website
Auf einen Punkt möchte ich am Ende noch einmal genauer eingehen, weil er gerade heute immer wichtiger wird und beim Vergleich von Website Preisen schnell untergeht.
Eine schöne Website zu erstellen, ist inzwischen relativ einfach geworden. Mit Templates, Baukästen und KI lassen sich innerhalb kurzer Zeit Seiten erstellen, die auf den ersten Blick modern und ansprechend wirken. Entsprechend günstig können solche Lösungen sein.
Aber eine schöne Website ist nicht automatisch eine gute Website.
Wenn du eine Website professionell erstellen lässt, bezahlst du im besten Fall nicht nur für Design und technische Umsetzung. Ein Teil des Preises steckt in der Arbeit davor: in der Planung, der Strategie und einer Struktur, die zu deinem Business und deinen Zielen passt. Viele dieser Dinge fallen auf der fertigen Website gar nicht bewusst auf. Aber genau das ist eigentlich das Ziel: Die Website soll sich für Besucher selbstverständlich anfühlen und gleichzeitig das tun, wofür sie gedacht ist.
Wenn du Website-Preise vergleichst, lohnt es sich deshalb, nicht nur auf die Zahl am Ende des Angebots zu schauen, sondern auch darauf, was für diesen Preis tatsächlich gemacht wird.
7. Zusammengefasst: Was Kostet eine Website jetzt also wirklich?
Die kurze Antwort bleibt: Es kommt darauf an. 😉
Eine einfache Website oder ein Baukasten kann schon mit einem kleinen Budget umgesetzt werden. Eine individuell geplante und professionell erstellte Website kostet dagegen schnell mehrere Tausend Euro.
Entscheidend für den Preis sind vor allem Umfang, Funktionen, Design, vorhandene Inhalte, SEO und die strategische Vorbereitung. Dazu kommen laufende Kosten für Dinge wie Domain, Hosting, Lizenzen und gegebenenfalls Wartung.
Deshalb lassen sich zwei Angebote auch nicht immer allein anhand des Endpreises vergleichen. Eine günstigere Website kann genau die richtige Lösung sein, wenn du nur eine einfache Online-Präsenz brauchst. Soll deine Website dagegen gezielt Kunden ansprechen, Vertrauen schaffen und dein Business langfristig unterstützen, steckt entsprechend mehr Arbeit dahinter.
Du möchtest wissen, was deine Website kosten würde?
Wenn du eine neue Website planst oder deine bestehende Website überarbeiten möchtest, kannst du mir gerne ein paar Informationen zu deinem Projekt schicken. Dann schauen wir gemeinsam, welcher Umfang für dich sinnvoll ist und mit welchen Kosten du rechnen kannst.
