Viele denken zuerst an möglichst viele Unterseiten. Denn je mehr Seiten eine Website hat, desto professioneller wirkt sie – oder? Ich sehe das anders. Für mich gilt bei einer Website ganz klar:
Weniger ist oft mehr.
Eine Website muss nicht möglichst viele Informationen enthalten. Sie soll Besucher schnell ans Ziel bringen. Denn je mehr Seiten, Menüpunkte und Informationen hinzukommen, desto größer wird die Gefahr, dass sich Besucher nicht mehr zurechtfinden. Sie wissen nicht mehr, wo sie klicken sollen oder „verirren“ sich auf deiner Website und im schlimmsten Fall verlassen sie die Website wieder. Ein durchdachter Website Aufbau hilft Besuchern dabei, sich schnell zurechtzufinden und genau die Informationen zu finden, die sie suchen.
Deshalb stelle ich mir vor jedem Projekt immer dieselbe Frage: „Welche Seiten braucht deine Website wirklich?“
Inhalt
Die Startseite – der erste Eindruck entscheidet
Die Startseite ist meistens die erste Seite, auf die deine Besucher landen. Innerhalb weniger Sekunden entscheiden sie, ob sie bleiben oder weiterschauen.
Deshalb sollte sofort klar werden:
- Wer bist du?
- Was bietest du an?
- Für wen ist dein Angebot?
Besucher sollten innerhalb weniger Sekunden erkennen: „Ich bin hier richtig.“Von der Startseite aus sollte außerdem auf die wichtigsten Unterseiten verlinkt werden, damit Besucher sich einfach orientieren können. Eine gut durchdachte Website Navigation hilft dabei, dass Besucher jede wichtige Seite mit wenigen Klicks erreichen.
Und natürlich gehört auch hier ein klarer Call-to-Action dazu. Denn auf jeder Seite sollte klar sein, welcher Schritt als Nächstes folgen soll.
Die Leistungsseite – hier wird dein Angebot konkret
Während die Startseite einen Überblick gibt, geht es auf der Leistungsseite ins Detail. Hier erklärst du, was genau du anbietest, für wen dein Angebot gedacht ist und wie eine Zusammenarbeit aussieht. Je nach Angebot kannst du auch häufige Fragen beantworten oder – wenn es sinnvoll ist – Preise nennen.
FAQs sind übrigens nicht nur hilfreich für Besucher. Sie können auch dabei helfen, dass deine Website bei Google besser gefunden wird.
Wenn du mehrere Leistungen anbietest, musst du nicht zwangsläufig für jede eine eigene Seite erstellen. Ich empfehle meistens, die Hauptleistung auf einer eigenen Seite ausführlich zu beschreiben. Weitere kleinere Leistungen können oft sinnvoll zusammengefasst werden.
Bei mir gibt es zum Beispiel eine eigene Seite für Webdesign, weil das meine Hauptleistung ist. Logo- und Printdesign habe ich dagegen auf einer gemeinsamen Seite zusammengefasst.Auch hier gilt:
Nicht möglichst viele Seiten sind das Ziel, sondern eine klare Struktur.
Die Über-mich-Seite – Vertrauen entsteht durch Persönlichkeit
Gerade bei Dienstleistungen möchten Menschen wissen, mit wem sie zusammenarbeiten.
Und mal ganz ehrlich: Wenn du auf einer Website bist, schaust du wahrscheinlich auch irgendwann auf die Über-mich-Seite. Einfach aus Neugier. Man möchte wissen, wer hinter dem Angebot steckt. Genau deshalb gehört diese Seite für mich auf jede Website. Dabei geht es aber nicht darum, deinen kompletten Lebenslauf zu erzählen oder private Geschichten auszupacken. Ob du gerne Ski fährst oder jeden Sonntag Kuchen backst, interessiert die meisten Besucher wahrscheinlich eher wenig. Viel spannender ist: Warum machst du, was du tust? Wie arbeitest du? Und warum sollten sich Interessenten gerade für dich entscheiden?
Eine gute Über-mich-Seite schafft Vertrauen. Und genau das ist ihre wichtigste Aufgabe.
Referenzen oder Portfolio – wenn deine Arbeit für sich spricht
Diese Seite ist nicht für jedes Business Pflicht. Wenn du aber Ergebnisse zeigen kannst, solltest du sie unbedingt nutzen. Ob Webdesign, Fotografie, Innenausbau oder andere kreative Dienstleistungen – Referenzen schaffen Vertrauen.
Sie zeigen nicht nur, was du machst, sondern auch, wie du arbeitest. Besucher bekommen dadurch einen konkreten Eindruck von deiner Arbeit und können sich besser vorstellen, wie eine Zusammenarbeit aussehen könnte. Manchmal reichen schon einige ausgewählte Projekte auf der Startseite. Wenn du regelmäßig Arbeiten zeigen kannst, lohnt sich dagegen eine eigene Portfolio-Seite. Deshalb sehe ich sie eher als sinnvolle Ergänzung und nicht als Pflicht.
Die Kontaktseite – so einfach wie möglich
Hat sich ein Besucher für dich entschieden, sollte der Kontakt möglichst unkompliziert sein. Deshalb gehört eine Kontaktseite auf jede Website. Ich empfehle dafür ein übersichtliches Kontaktformular. Am besten mit nur wenigen Fragen – gerade so vielen, dass du die wichtigsten Informationen erhältst. Je einfacher der erste Kontakt ist, desto eher wird das Formular auch ausgefüllt. Auch hier sollte klar sein, was nach dem Absenden passiert. Das nimmt Unsicherheiten und schafft Vertrauen.
Rechtliche Seiten – nicht spannend, aber unverzichtbar
Zu jeder Website gehören außerdem ein Impressum und eine Datenschutzerklärung. Diese Seiten sind gesetzlich vorgeschrieben und dürfen auf keiner Website fehlen. Auch wenn sie wahrscheinlich zu den am wenigsten besuchten Seiten gehören, sind sie ein wichtiger Bestandteil eines professionellen Internetauftritts.
Wie ist das bei deiner Website?
Finden deine Besucher schnell, wonach sie suchen? Oder müssen sie sich erst durch unzählige Unterseiten klicken?
Vielleicht braucht deine Website gar nicht mehr Inhalte sondern einfach ein sinnvoller Website Aufbau und eine klare Struktur. Wenn du dir unsicher bist, ob deine Website noch sinnvoll aufgebaut ist, lass uns gemeinsam einen Blick darauf werfen.
